Wer in Sachsen ein Mehrfamilienhaus kaufen will, konkurriert um wenige Objekte. In den drei kreisfreien Städten Chemnitz, Dresden und Leipzig zählte der Obere Gutachterausschuss 2025 zusammen 531 Erwerbsvorgänge. Saxon Capital vermittelt daraus die Objekte ab zwölf Wohneinheiten oder 1,5 Millionen Euro, off market und ohne Inserat. Wie viele davon oberhalb dieser Grenze lagen, weist kein Bericht aus.
Mehrfamilienhäuser, Zinshäuser, Wohn- und Geschäftshäuser mit überwiegendem Wohnanteil, Wohnportfolios und Tranchen von Eigentumswohnungen, ab zwölf Wohneinheiten oder 1,5 Millionen Euro Verkehrswert. Räumlich Dresden, Leipzig, Chemnitz und der Ring von rund fünfzehn Kilometern um Dresden und Leipzig. Nicht vermittelt werden Einfamilienhäuser, einzelne Eigentumswohnungen, reine Gewerbeobjekte und Pflegeimmobilien.
Ein Ankaufsprofil ist die schriftliche Festlegung, welche Objekte ein Investor kauft: Raum, Objektart, Größenklasse, Volumen, Zustand und erwarteter Faktor. Es ersetzt bei uns die Suchanfrage. Wer es hinterlegt hat, bekommt passende Objekte vorgelegt.
| Kriterium | Im Profil | Nicht im Profil |
|---|---|---|
| Objektart | Mehrfamilienhaus, Zinshaus, Wohnportfolio, ETW-Tranche | Einfamilienhaus, einzelne Wohnung, Gewerbe, Pflege |
| Größe | ab 12 Wohneinheiten | unter 12 Wohneinheiten |
| Volumen | ab 1,5 Mio. Euro Verkehrswert | darunter |
| Raum | Dresden, Leipzig, Chemnitz, Umland bis rund fünfzehn Kilometer | außerhalb Sachsens |
| Zustand | saniert, teilsaniert, Sanierungsstau | Entwicklung ohne Baurecht |
| Vermietung | vermietet, teilvermietet, Leerstand mit Konzept | Objekte ohne belegbare Mietaufstellung |
Die Grenze bei zwölf Wohneinheiten ist keine Preisfrage, sondern eine Käuferfrage. Darunter kaufen Selbstnutzer und Kleinanleger; dafür gibt es peuker_IMMOBILIEN. Darüber kaufen Bestandshalter, Family Offices und Wohnungsgesellschaften, und die rechnen in Faktoren.
Wie sich dieser Faktor rechnet und was zwei Faktorpunkte in Euro bedeuten, steht auf der Verkäuferseite Kaufpreisfaktor Mehrfamilienhaus Sachsen. Diese Seite beantwortet die andere Hälfte der Frage: was davon überhaupt auf den Markt kommt und wie ein Käufer herankommt.
Der Obere Gutachterausschuss zählte für 2025 in den drei kreisfreien Städten 531 Erwerbsvorgänge mit Mehrfamilienhäusern: 250 in Leipzig, 150 in Dresden, 131 in Chemnitz. Das sind rund zehn Abschlüsse pro Woche für ganz Großstadt-Sachsen. Der Dresdner Median-Kaufpreis lag dabei bei 1,0 Millionen Euro und damit unterhalb der Segmentgrenze von 1,5 Millionen.
Oberer Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Freistaat Sachsen, Schlaglicht Markt 2026, Tab. 4.4.4-1; Gutachterausschuss Dresden, S. 23 und 81; Gutachterausschuss Leipzig, Tab. 22, 23 und 25.
| Stadt | Erwerbsvorgänge Land (Anzahl) | Kauffälle Stadtbericht (Anzahl) | Geldumsatz (Mio. €) | Ø je Kauffall (Mio. €) |
|---|---|---|---|---|
| Leipzig | 250 | 229 | 410,1 | 1,79 |
| Dresden | 150 | 160 | 256,9 | 1,61 |
| Chemnitz | 131 | nicht frei veröffentlicht | k. A. | k. A. |
| Kreisfreie Städte gesamt | 531 | – | – | – |
Spalte 2: Schlaglicht Markt 2026, Tab. 4.4.4-1. Spalten 3 und 4: Grundstücksmarktbericht Dresden 2026, S. 23, und Marktbericht Leipzig 2026, Tab. 22 und 23. Spalte 5 eigene Rechnung. Chemnitz gibt seinen Bericht nur kostenpflichtig ab.
Die beiden Zählungen desselben Marktes weichen voneinander ab, und das ist kein Fehler. Für Leipzig stehen 229 Kauffälle des Stadtberichts gegen 250 Erwerbsvorgänge der Landesauswertung, für Dresden 160 gegen 150. Der Stadtbericht zählt Kauffälle eines Teilmarkts aus der kommunalen Kaufpreissammlung, die Landesauswertung zählt Erwerbsvorgänge zu einem eigenen Abzugsstichtag. Beide sind in ihrem System richtig. Für eine Ankaufsrechnung heißt das: nicht mischen, immer die Quelle mitnennen.
Die fünfte Spalte ist gerechnet, sie steht in keinem Bericht. In Dresden entfielen 2025 auf 160 Kauffälle 256,9 Millionen Euro, also 1,61 Millionen je Haus; in Leipzig auf 229 Kauffälle 410,1 Millionen, also 1,79 Millionen. Der Median der Dresdner Faktor-Stichprobe, 130 Kauffälle in offener Bauweise, liegt bei 1,0 Millionen Euro. Der Durchschnitt liegt damit rund 61 Prozent darüber. Beide Werte stammen aus verschiedenen Stichproben desselben Berichts, der Abstand bleibt aussagekräftig: Wenige große Abschlüsse tragen den Umsatz. Wer ab zwölf Wohneinheiten sucht, sucht in der oberen Hälfte dieses Marktes.
Wie viele Häuser genau über zwölf Wohneinheiten lagen, lässt sich nicht belegen. Keiner der drei sächsischen Berichte gliedert Mehrfamilienhäuser nach Wohnungszahl: Dresden gliedert nach Bauweise und Restnutzungsdauer, Leipzig nach Stadtbezirk und Sanierungsstand, Chemnitz gar nicht. Die Aufgliederung gibt es nur als kostenpflichtige Sonderauswertung aus der Kaufpreissammlung. Wir schreiben deshalb keine Zahl hin, die wir nicht haben.
Für 2025 weist der Gutachterausschuss Dresden einen Rohertragsfaktor von 21,2 im Median aus, bei 130 Kauffällen in offener Bauweise. Leipzig kommt für sanierten Altbau auf 23,1 im Mittel über 124 Kauffälle, Chemnitz auf 15,0 für das Berichtsjahr 2024. Zwischen Leipzig und Chemnitz liegen damit acht Jahresmieten.
In Dresden reicht die Spanne über alle 130 Kauffälle von 13,4 bis 55,7, der Median der Hauptklasse mit 21 bis 35 Jahren Restnutzungsdauer liegt bei 21,0. In Leipzig liegen die Bezirksmittel zwischen 20,4 im Nordwesten und 26,5 im Südwesten, bei fast gleichem Quadratmeterpreis. Die Differenz sitzt in der Ist-Miete: 7,02 gegen 6,22 Euro je Quadratmeter. Wo die Bestandsmieten niedrig sind, zahlen Käufer höhere Faktoren.
Grundstücksmarktbericht Dresden 2026, S. 81, Stichtag 01.07.2025; Marktbericht Leipzig 2026, Tab. 25; Grundstücksmarktbericht Freistaat Sachsen 2025, Abb. 7.1.2-1, S. 56 für Chemnitz, Datenstand 2024. Die Leipziger Mieten sind Ist-Nettokaltmieten der verkauften Objekte, nicht der Mietspiegel.
Die vollständigen Zahlen je Stadt stehen auf den Marktseiten Dresden, Leipzig und Chemnitz, für den Ring unter Umland Dresden.
Über ein hinterlegtes Ankaufsprofil und über Vertraulichkeit. Saxon Capital stellt Mandate zuerst anonymisiert im eigenen Investorenkreis vor, ohne Adresse, ohne Fotos, ohne Eigentümernamen. Wer dort steht, sieht ein Objekt in der Regel, bevor über eine öffentliche Vermarktung überhaupt entschieden wird. Zu einem Portalinserat kommt es bei diesen Objekten meist gar nicht mehr.
Der Grund liegt auf der Verkäuferseite. In einem Markt mit rund zehn Abschlüssen pro Woche kennt jeder aktive Käufer jedes öffentliche Angebot samt Preis und Verweildauer. Ein Objekt, das drei Monate sichtbar war und nicht verkauft wurde, startet den zweiten Anlauf mit einem Abschlag. Dieselbe Rechnung aus Verkäufersicht steht unter Mehrfamilienhaus diskret verkaufen.
Drei Dinge, und alle drei, bevor Sie die erste Adresse bekommen. Ein Ankaufsprofil mit Raum, Objektart, Volumen und Faktorerwartung. Eine unterzeichnete Vertraulichkeits- und Provisionsvereinbarung mit Objektnachweis. Und einen Beleg, dass der Ankauf darstellbar ist: Eigenkapitalnachweis, Finanzierungsbestätigung oder eine Referenz aus einer abgeschlossenen Transaktion.
Profil hinterlegen und Aufnahmegespräch, dann eine anonymisierte Kurzinformation zu einem passenden Objekt, danach Vertraulichkeitsvereinbarung mit vollständigen Unterlagen, zuletzt Besichtigung, Prüfung und Beurkundung. Zwischen erster Kurzinformation und Notartermin liegen in der Regel wenige Wochen, weil die Unterlagen vorher zusammengestellt sind und der Verkäufer bereits entschieden hat.
Sie hinterlegen Ihr Ankaufsprofil über das Käuferformular. Es folgt ein kurzes Gespräch zu Volumen, Raum, Objektart und Anlagehorizont. Danach steht fest, ob und wofür Sie im Verteiler stehen.
Passt ein Mandat, erhalten Sie Eckdaten ohne Adresse: Lage auf Stadtteilebene, Wohnfläche, Wohneinheiten, Jahresrohertrag, Baujahr, Sanierungsstand, Leerstand. Das reicht für ein erstes Ja oder Nein.
Nach Unterzeichnung der Vertraulichkeits- und Provisionsvereinbarung erhalten Sie Adresse, Mietaufstellung, Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis und Unterlagen zur Instandhaltungshistorie.
Besichtigung mit Rico Peuker. Er kommt aus dem Bau und sieht am Dach und an den Strängen, was aus Unterlagen nicht hervorgeht. Danach Ihre Prüfung, die Preisverhandlung und der Notartermin. Grundbuch, Baulasten und die steuerliche Behandlung prüfen Notar und Steuerberater, nicht wir.
Ab zwölf Wohneinheiten oder ab 1,5 Millionen Euro Verkehrswert. Erreicht ein Objekt eine der beiden Grenzen, passt es in das Segment. Darunter ist peuker_IMMOBILIEN zuständig, die zweite Marke von Rico Peuker. Für Selbstnutzer und Kleinanleger gelten andere Rechenwege und andere Finanzierungen, deshalb die Trennung.
Nichts. Die Aufnahme erfolgt nach einem kurzen Gespräch, in dem Ankaufsprofil, Volumen und Anlagehorizont besprochen werden. Sie ist nicht automatisch: Wer kein belastbares Profil nennen kann oder nur Objektdaten sammeln möchte, wird nicht aufgenommen. Für aufgenommene Investoren entstehen keine laufenden Kosten und keine Abnahmeverpflichtung.
Das hängt vom Mandat ab und wird vor jedem Objektnachweis schriftlich festgelegt. Bei Mehrfamilienhäusern ist eine Käuferprovision üblich, bei manchen Mandaten trägt der Verkäufer die gesamte Vergütung. Die Teilung nach § 656c und § 656d BGB gilt für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen beim Kauf durch Verbraucher, für dieses Segment also nicht. Bei einzelnen Wohnungen aus einem Paket kann sie greifen. Welcher Fall vorliegt, sagen wir Ihnen vor der Unterschrift.
In der Regel geht eine anonymisierte Kurzinformation an mehrere Investoren, deren hinterlegtes Profil passt. Wie viele das sind, entscheidet der Verkäufer mit uns gemeinsam. Ein offenes Bieterverfahren mit Preisrunde führen wir nicht durch, weil es die Diskretion aufhebt. Verlangt ein Verkäufer im Einzelfall ein strukturiertes Verfahren, steht das in der Kurzinformation.
Ja, sofern der Zustand belegt ist. Der Leipziger Marktbericht zeigt, wie dünn dieser Teilmarkt ist: Von 229 verkauften Mehrfamilienhäusern des Jahres 2025 waren neun unsaniert und zehn teilsaniert. Für Value-Add-Investoren ist genau das die Nische. Voraussetzung ist eine belegbare Zustandsbeschreibung.
Der Schwerpunkt liegt auf diesen drei Städten und auf dem Ring von rund fünfzehn Kilometern um Dresden und Leipzig. Objekte in anderen sächsischen Kreisen kommen vor, werden aber nur übernommen, wenn die Datenlage eine belastbare Preisableitung zulässt. In dünn besetzten Kreisen fehlen dafür die Kauffälle.
Ein hinterlegtes Ankaufsprofil kostet Sie zehn Minuten. Danach bekommen Sie passende Objekte vorgelegt, bevor sie öffentlich vermarktet werden.